Claudia Holtkamp Heilpraktikerin

Taping

 
Die Haut reflektiert als Organ die Einflüsse, denen der Körper ausgesetzt ist. Alles wird über die Sensoren der Haut gespürt: Wärme ebenso wie Druck oder Strahlung.

Schmerzen lassen den Patienten „erstarren“. Es kommt zu Schonhaltungen und Bewegungseinschränkungen. Dadurch sammeln sich an den schmerzenden Stellen zusätzliche Stoffwechselgifte, die die Heilung behindern.

In früherer Zeit wurden schmerzende Körperglieder ruhig gestellt. Dies führte oft zu einem unerwünschten Muskelabbau bzw. zu einer „Vergiftung“ der Schmerzstellen.
Heute dagegen setzt man mit mehr Vertrauen auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und geht dazu über, die Beweglichkeit so weit wie möglich zu erhalten.

Das so genannte Tapen erzielt dabei häufig die besten Ergebnisse.

Tapes sind selbstklebende elastische Verbände, die bei Ihnen, je nach Befund, auf bestimmte Körperbereiche aufgebracht werden und dort ca. 10 Tage verbleiben. Um den heilenden Effekt zu unterstützen, wähle zudem Tapes aus,  die durch ihre Farbigkeit das Behandlungsziel unterstützen.

Mit dem Tape wird die Hautpartie angehoben und so ein Reiz ausgelöst, der die Zirkulation der Stoffwechselprodukte im Unterhautzellgewebe anregt.Bei vielen Patienten setzt ein Besserung der Beschwerden bzw. Beschwerdefreiheit schon kurz nach dem Tapen ein. Dies gilt auch für bereits lang andauernde Schmerzen und Lähmungen, wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall.

Durch die Anregung der Rezeptoren mit einem Tape, wird der Muskel besser durchblutet und die Schadstoffe werden schneller abtransportiert. Durch die daraus folgende bessere Beweglichkeit, wird der Heilungsprozess unterstützt, verkrampfenden Schonhaltungen wird entgegengewirkt und ein zusätzlicher Muskelabbau wird vermieden. Als Beispiel seien hier vor allen Dingen Wirbelsäulenprobleme benannt, die meistens muskuläre Ursachen haben.

Da das Wissen über Schmerzempfindungen und deren Verarbeitung in der Gehirnforschung ein noch weitgehend unbekanntes Gebiet darstellt, kann keine genaue Aussage dazu gemacht werden, wie das Tapen genau auf den Körper einwirkt.Man kann jedoch festhalten, dass Tapes auf folgende Punkte Einfluss haben:

Sensoren der Haut
Schmerzrezeptoren
Meridiane und Akupunkturpunkte
Muskelansätze und Muskeln
Gelenkfunktionen
u.v.m.

In anderen Ländern wie z. B. den USA und Japan gehört das Tapen (auch: Aku-Taping, Dolo-Taping, Kinesio-Taping, Medi-Taping, K-Taping u. a.) schon lange zu den akzeptierten Behandlungsmethoden, aber auch in Deutschland setzt sich die Anwendung der elastischen Verbände in zunehmenden Maße durch.

Mögliche Indikationen können sein: HWS-Syndrome, Kopfschmerz, Migräne, Tinitus, Epicondilytis, Carpaltunnel-Syndrom, Kiss-Syndrom, Skoliosen, Fersensporn, Beeinflussung innerer Organe, Ischialgie, Diskusprolaps, Harninkontinenz, Cox- und Kniearthrose, MS-Spätfolgen, Muskelteilrupturen, Gelenkdistorsion, Thrombophlebitiden, Lymphödem (obere und untere Extremität), Polyneuropathie, Apoplexspätzustände, verschiedene Schmerzzustände, u.v.m.

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